Tückische Steuerfalle umgehen

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Tückische Steuerfalle umgehen

Vorsicht Steuerfalle!

Normalerweise geht man davon aus, dass die auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Informationen korrekt sind. Doch bei den Lohnsteuerkarten für 2010 ist das anders, denn vor allem bei Bürgern, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, tauchen mitunter fehlerhafte Angaben auf, sodass man die Daten keinesfalls „blind“ in die Steuererklärung übertragen sollte.

Vielfach wurden auf der Lohnsteuerkarte die Beiträge zur Krankenversicherung falsch ausgewiesen, was auf unklare Anweisungen seitens des Bundesfinanzministeriums zurückzuführen ist. Im schlimmsten Fall könnte dem freiwillig gesetzlich Krankenversichertem so ein Nachteil bei der Steuer von mehr als 1.000 Euro drohen. Der Grund ist eine Erweiterung des Formulars für die Lohnsteuerbescheinigung 2010, die in Form der Zeilen 25 bis 28 vorhanden ist. Leider herrschen unterschiedliche Meinungen darüber, wie die Zeilen 25 und 26 auszufüllen sind. Eigentlich sollte in den Zeilen nur der Arbeitnehmeranteil eingetragen werden. Laut Bundesfinanzministeriums ist es allerdings so, dass dort der Gesamtbetrag der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, einzutragen ist. Da die Bescheinigungen allerdings bereits versendet waren, als dieses Missverständnis auffiel, sind sehr viele falsche Bescheinigungen in den Umlauf gekommen.

Automatische Berichtigung oder Eigeninitiative gefordert?

Ob die fehlerhaften Bescheinigungen automatisch korrigiert werden oder nicht, steht noch nicht fest. Wer in nächster Zeit keine Berichtigung, also eine neue Lohnsteuerbescheinigung erhält, der muss selbst tätig werden. Zunächst ist exakt zu prüfen, ob der eingetragenen Beitrag zur Krankenversicherung wirklich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil umfasst. Ist das nicht der Fall, muss eine bereits beim Finanzamt eingereichte Einkommensteuererklärung durch die korrigierte „Anlage Vorsorgeaufwendung“ noch abändern. Dazu muss in der Zeile 37 der Anlage Vorsorgeaufwendung auf die Angabe des Betrages verzichtet werden.

 

Bildnachweis: freedigitalphotos.net / renjith krishna 

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